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    ver.di fordert von der ING DiBa endlich die Vorlage eines verbesserten …

    ver.di fordert von der ING DiBa endlich die Vorlage eines verbesserten Angebotes

    Aktionsfoto ING DiBA Steff Schulze Aktionsfoto ING DiBA

    Die ver.di Betriebsgruppe der ING Nürnberg hat am 26. November 2021 in Nürnberg eine Bodenplakat-Aktion durchgeführt um ihrem Ärger Ausdruck zu verleihen.

    „Die Aktion stand unter dem Motto Wir backen den Kuchen, also wollen wir auch ein Stück davon. Und das beschreibt am besten, was hier geschieht. Wir verteilen einzeln abgepackten Kuchen und wollen zeigen, dass wir nicht einfach dabei zuschauen. Gewerkschaften hatten seit jeher die Aufgabe, tätig zu werden, wenn die Dinge aus Sicht der Beschäftigten nicht fair ablaufen.“ sagt Matthias Merkel, langjähriger Mitarbeiter der Bank und ver.di Betriebsgruppensprecher. Im Rahmen der Aktion verleihen auch einige Mitarbeiter*innen der Bank ihrem Unverständnis nun Ausdruck.

     

    „Wir waren bereits zwei Mal in Aktion und werden unsere Aktivitäten am Standort Nürnberg nun langsam steigern. Hintergrund ist der seit fast zwei Jahren andauernde Verhandlungsprozess zu den Stellenbeschreibungen und die daran anhängigen Eingruppierungen in der Bank. Grund für die außergewöhnlich lange Verhandlungszeit sind die großen inhaltlichen Differenzen. Mit über 1000 Mitarbeiter*innen ist Nürnberg ein strategisch wichtiger Standort. Die Beschäftigten zeigen sich fortlaufend flexibel und tragen ihren Teil zum Erfolg der Bank bei. Es ist für uns unverständlich, warum der Arbeitgeber nicht endlich die Stellenbeschreibungen aktualisiert und die Eingruppierung zeitgemäß regelt. Veraltete Stellenprofile passen nicht zu dieser sonst so modernen Bank, die eine große Transformation hinter sich hat. Die Forderung nach einer Beteiligung an dem gemeinsam erwirtschafteten guten Gesamtergebnis ist für uns mehr als nachvollziehbar. Und wenn der Arbeitgeber es nicht schafft, mit uns zu einer Einigung zu kommen, ist eine angemessene Ausgleichszahlung vorzunehmen, um die Einkommenseinbußen abzumildern.“ kommentiert die zuständige Gewerkschaftssekretärin Steff Schulze.

     

    Am 23. November 2021 fand die letzte Verhandlungsrunde statt und endete erneut ergebnislos. Aus Sicht von ver.di muss der Arbeitgeber der langen Wartezeit mit einer Ausgleichszahlung begegnen. „Im Coronajahr 2020 konnte die Bank trotz der pandemischen Lage mit einem guten Ergebnis glänzen. Eine Milliarde Gewinn vor Steuern bieten genügend Spielraum um diesen betrieblichen Konflikt zu lösen. Zumal die Ergebniserwartungen für das Jahr 2021 ebenfalls sehr positiv sind.“ betont der Leiter der ver.di Fachgruppe Banken, Jan Duscheck.