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    29.06.2018: KEIN Schlusswort! Plädoyers im NSU-Prozess

    29.06.2018Villa Leon, Philipp-Koerber-Weg 1, 90439 Nürnberg

    29.06.2018: KEIN Schlusswort! Plädoyers im NSU-Prozess

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    NSU-Prozess ver.di Kein Schlusswort beim NSU

    Buchvorstellung und Gespräch mit
    Antonia von der Behrens und Alexander Hoffman
    Nebenklageanwälte im NSU-Verfahren
    29.06.18 - 19:00 Uhr

     

    Villa Leon - Philipp-Körber-Weg 1, Nürnberg

    KEIN SCHLUSSWORT IM NSU-PROZESS
    Buchvorstellung und Gespräch mit Antonia von der Behrens und Alexander Hoffman
    Es ist eines der aufwändigsten Verfahren der deutschen Nachkriegsgeschichte: Der Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU). Doch auch nach fünf Jahren Gerichtsverhandlung blieben die bohrenden Fragen der Betroffenen bislang unbeantwortet: Wie erfolgte die Auswahl der Opfer? Wie groß war das an den Morden und Anschlägen beteiligte Unterstützernetzwerk? Was wussten die Sicherheitsbehörden – insbesondere der Verfassungsschutz – und warum wurde seitens des Staates nicht eingegriffen? Wie konnte der NSU überhaupt entstehen? So waren viele Plädoyers der über 90 Nebenkläger*innen auch eine
    Abrechnung mit dem gebrochenen Aufklärungsversprechen der Bundeskanzlerin.
    Die Anwältin Antonia von der Behrens vertritt im NSU-Prozess den Sohn des ermordeten Mehmet Kubaşık und der Anwalt Alexander
    Hoffman vertritt im NSU-Prozess Überlebende des Keupstraßen-Anschlages . Sie haben zusammen vor kurzem das Buch „Kein Schlusswort. Nazi-Terror, Sicherheitsbehörden, Unterstützernetzwerk. Plädoyers im NSU-Prozess“ herausgegeben. Die Plädoyers der Nebenklage entwerfen eine eindrucksvolle Gegenerzählung zu den staatlichen Narrativen vom NSU als abgeschottetem Trio und von einem ahnungslosen Verfassungsschutz.


    Im Gespräch mit ihnen soll Bilanz gezogen werden. Doch wir wollen auch weiterdenken: wie ist weitere Aufklärung im NSU-Komplex nach dem Urteil gegen die mutmaßlichen Mitglieder und Unterstützer möglich?


    Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen

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