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    21.05.2019: Protestaktion SANA-Kliniken

    21.05.2019: Protestaktion SANA-Kliniken

    17.05.2019

    Aktive Mittagspause in der Sana-Klinik Nürnberg


    Aus Anlass der aktuell laufenden Tarifverhandlungen mit dem Sana-Konzern ruft die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten der Sana-
    Klinik Nürnberg zu einer Protestaktion in Form einer aktiven Mittagspause auf.
    Die Aktion findet statt am Dienstag, 21.5.2019, Sana-Klinik Nürnberg, Weiltinger Str.11, Foyer - in der Zeit von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr.

    Hintergrund:
    Der Sana-Konzern ist der viertgrößte private Klinikkonzern in Deutschland. Sana erzielte im Geschäftsjahr 2018 ein Umsatzwachstum von 5,1% auf 2,7 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis stieg um 4,4% auf 99,6 Millionen Euro. Aufgrund dieser Entwicklung sieht der Vorstandsvorsitzende Thoms Lemke das Unternehmen auf seinem Weg bestätigt.
    Seit dem 01.01.2009 werden die Beschäftigten nach einem einheitlichen Konzerntarifvertrag vergütet. Der allgemeine Kostendruck in der Krankenhausfinanzierung ist in den Sana-Kliniken primär durch Einsparungen bei den Personalkosten umgesetzt worden. Immer weniger Beschäftigte müssen zu schlechteren Bedingungen immer mehr Patient*innen
    versorgen. Die tarifvertraglichen Entgelte liegen bis zu 10 % unter denen des Tarifvertrages für den Öffentlichen Dienst, der in den meisten kommunalen Kliniken Anwendung findet. Dieser Abstand führt im Vergleich zu Gehaltseinbußen von durchschnittlich 300,- €, bei einigen Berufsgruppen sogar bis zu 400,-€. Von der ver.di –Tarifkommission war eine Forderung im Volumen von 7 % mindestens 200,-€ monatlich sowie eine Arbeitszeit von 38,5 Wochenstunden auch in den neuen Bundesländern und die Anhebung der Ausbildungsvergütung auf das Niveau des Tarifvertrages für den Öffentlichen Dienst beschlossen worden.
    Trotz Umsatz- und Gewinnsteigerung von ca. 5% hat die Arbeitgeberseite in bisher zwei Verhandlungsrunden noch kein Angebot für eine Entgeltsteigerung vorgelegt. Stattdessen wurde uns ein Arbeitszeitmodell präsentiert, von dem alle Beschäftigten außerhalb der Gesundheitsberufe und alle Teilzeitbeschäftigten ausgeschlossen bleiben sollen. Die zusätzlichen freien Tage, die für ver.di – Mitglieder im bisherigen Tarifvertrag erstritten wurden, sollen nach dem Willen des Arbeitgebers wieder wegfallen. Das setzt dem
    Ganzen die Krone auf. Zur Unterstützung der nächsten Verhandlungsrunde am 23.5. ruft ver.di deshalb die Beschäftigten im Sana-Konzern zu Aktionen auf.