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    04.10.19: Tarifrunde Postbank - Warnstreiks flächendeckend

    04.10.19: Tarifrunde Postbank - Warnstreiks flächendeckend

    03.10.2019
    Sieben Prozent ver.di Sieben Prozent

    Tarifrunde Postbank
    ver.di weitet die Warnstreiks deutlich aus


    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft für Freitag, den 4.10.2019 und
    Samstag, den 5.10.2019 die Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG flächendeckend
    zum Warnstreik auf.


    In den letzten zwei Wochen hat ver.di den Arbeitskampf im Postbankkonzern bzw.
    im Teilkonzern DB PFK immer weiter intensiviert und ausgeweitet. Hunderte Filialen
    blieben geschlossen, interne Abteilungen waren wie leergefegt und die Einheiten der
    PB Direkt waren mehrere Tage lahmgelegt.


    „Die Situation spitzt sich immer mehr zu. Deswegen werden wir unsere Arbeitskampfmaßnahmen
    flächendeckend auf ganz Nordbayern und Südthüringen ausweiten
    und auch erstmals wichtige interne Abteilungen zum Streik aufgerufen. Die Belegschaft
    tritt vereint auf, die Stimmung ist kämpferisch und die Botschaft, sich dieses
    Mal nicht abspeisen zu lassen, ist sehr ernst gemeint.“ erklärt Stefanie Schulze,
    ver.di Gewerkschaftssekretärin aus Mittelfranken.


    Die Arbeitgeberseite hat auf die bisherigen Streiks am Dienstag mit einem neuen
    Angebot reagiert. Das sieht eine Gehaltserhöhung von 3,0 % zum 01.01.2020 und
    1,1% zum 01.01.2021 vor, Ende des Tarifabschlusses wäre damit der 31.12.2021.
    „Auch bei den anderen Themen wurde nun eine Bereitschaft zum Einstieg in ernsthafte
    Verhandlungen signalisiert“, konstatiert Jan Duscheck, ver.di Verhandlungsführer.
    „Im Durchschnitt der Laufzeit bietet die Arbeitgeberseite nun 1,7 Prozent. Das ist
    immer noch sehr weit von unserer Forderung von 7 Prozent entfernt. Es ist völlig unklar,
    ob dazwischen ein Kompromiss gefunden werden kann.“, sagt Carolin Schenker,
    Mitglied der Verhandlungskommission und aktive Gewerkschafterin aus Nürnberg.
    „Die Tarifkommission bewertet derzeit das Angebot und ob es eine Basis für einen
    Wiedereinstieg in Verhandlungen sein kann. Die Urabstimmung und die Warnstreiks
    laufen in dieser Woche in jedem Fall weiter. In der kommenden Woche werden wir
    dann entweder die Verhandlungen fortsetzen oder – wenn das Urabstimmungsergebnis
    entsprechend ausfällt- mit der Vorbereitung der Erzwingungsstreiks beginnen“
    erklärt Schulze weiter.
    Verhandelt wird für rund 12.000 Beschäftigte bei Teilen der DB Privat- und Firmenkundenbank
    AG, Postbank Filialvertrieb sowie der BHW-Kreditservice und weiterer
    Tochterunternehmen (Betriebscenter für Banken, PB Service, PB Direkt, PB Firmenkunden
    AG).
    Die ver.di- Forderungen im Überblick:


    •  Erhöhung der Gehälter um 7 %, mindestens 200 Euro
    •  Wahlmöglichkeit, den Gehaltsabschluss auch in Freizeit umwandeln zu können
    •  Erhöhung der Azubivergütungen um 100 Euro auf mind. 1.000 Euro im ersten Ausbildungsjahr und für alle Azubis die Angleichung auf 30 Tage Urlaub
    •  Sechs Gesundheits- und Entlastungstage für ver.di-Mitglieder
    •  Anspruch auf Altersteilzeit
    •  Anspruch für alle Beschäftigte auf ein 13. Monatsgehalt und
    •  weitere spezielle Forderungen für einzelne Teil-Unternehmen