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    26.09.19:Postbank-Streik

    26.09.19:Postbank-Streik

    25.09.2019
    Sieben Prozent ver.di Sieben Prozent

    26.09.2019 Im Filialgebiet Nürnberg sind die Türen geschlossen!

    Im Filialgebiet Nürnberg wurde heute zum ganztägigen Streik aufgerufen.

    Die Streikenden haben sich im Streiklokal versammelt und den aktuellen Verhandlungsstand besprochen.

    10 von 10 aufgerufene Filialen waren geschlossen, 75 Kolleginnen und Kollegen befanden sich im Streik.

    Die Stimmung ist kämpferisch und die Botschaft klar:

    • Wir verkaufen uns nicht unter Wert!
    • Wir bleiben bei unserer Forderung!
    • Wir machen auch weiter!

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    Pressemitteilung  25.09.2019

    Tarifrunde Postbank
    ver.di flankiert Urabstimmung mit weiteren Streiks


    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft für Donnerstag, den
    26.09.2019 im Zuge der aktuellen Tarifverhandlungen die Beschäftigten der Postbank
    Filialvertrieb AG in Nürnberg zum Warnstreik auf. In der dritten Verhandlungsrunde
    wurde bereits am 9. September 2019 das Scheitern der Verhandlungen beschlossen.
    „Nun haben wir eine Urabstimmung eingeleitet, die wir derzeit durchführen.
    Aber auch diese Urabstimmung wird von Warnstreiks flankiert“, erklärte Steff
    Schulze, Gewerkschaftssekretärin des Fachbereichs Finanzdienstleistungen bei ver.di
    in Mittelfranken.
    Hintergrund der gescheiterten Verhandlung ist ein inakzeptables Angebot, das die
    Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde vorgelegt haben. Danach sollen die
    Gehälter der Beschäftigten
    ab 1. April 2020 um 1,7 Prozent erhöht werden,
    ab 1. Juli 2021 um 1,0 Prozent und
    ab 1. Februar 2022 um weitere 1,0 Prozent.
    Bei neun Nullmonaten würde dieses Angebot über eine Laufzeit von 36 Monaten eine
    durchschnittliche jährliche Erhöhung der Gehälter um lediglich 1 Prozent bedeuten.
    „Das ist kein Angebot, über das wir ernsthaft reden können. Die Beschäftigten, die
    unter schwierigen Bedingungen gute Erträge für das Unternehmen erwirtschaftet
    haben, fühlen sich provoziert“, betont ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck. In
    den Streiks der vergangenen Wochen hätten die Beschäftigten ihre Forderungen an
    die Arbeitgeber deutlich transportiert. „Es ist unverständlich, dass die Arbeitgeber
    unsere Signale nicht verstanden haben, und damit den Abbruch der Verhandlungen
    sowie eine Urabstimmung provoziert haben.“ meint Caroline Schenker, Mitglied der
    Verhandlungskommission, und JAV Vorsitzende in Nürnberg.
    Verhandelt wird für rund 12.000 Beschäftigte bei Teilen der DB Privat- und Firmenkundenbank
    AG, Postbank Filialvertrieb sowie der BHW-Kreditservice und weiterer
    Tochterunternehmen (Betriebscenter für Banken, PB Service, PB Direkt, PB Firmenkunden
    AG).
    Die ver.di- Forderungen im Überblick:
    · Erhöhung der Gehälter um 7 %, mindestens 200 Euro
    · Wahlmöglichkeit, den Gehaltsabschluss auch in Freizeit umwandeln zu können
    · Erhöhung der Azubivergütungen um 100 Euro auf mind. 1.000 Euro im ersten Ausbildungsjahr und für alle Azubis die Angleichung auf 30 Tage Urlaub
    · Sechs Gesundheits- und Entlastungstage für ver.di-Mitglieder
    · Anspruch auf Altersteilzeit
    · Anspruch für alle Beschäftigte auf ein 13. Monatsgehalt
    · weitere spezielle Forderungen für einzelne Teil-Unternehmen