Pressemitteilungen

    Rettungsassistenten beim BRK gefeuert

    Patienten gerettet:

    Rettungsassistenten beim BRK gefeuert

    26.11.2013
    BRK-Info ver.di BRK Info  – BRK . Info

    Patienten gerettet –als Dank vom BRK gefeuert

     

    25.11.2013 : Hohes Medieninteresse an der Pressekonferenz:

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    Nürnberg 22.11.2013 - Presseeinladung

    BRK kündigte Rettungsassistenten

    Patienten gerettet –als Dank vom BRK gefeuert

     Der BRK Kreisverband Neustadt/Aisch-Bad Windsheim kündigte bereits Ende August zwei langjährig beschäftigten Rettungsassistenten wegen einer nasalen Medikamentengabe im Rahmen von Notfalleinsätzen. In beiden Fällen handelte es sich um Einsätze bei Epileptikern mit schweren Krampfanfällen. Nun liegt der Vorgang zur Entscheidung beim Arbeitsgericht.

     „Hier wurden zwei erfahrene Kollegen aufgrund ihres verantwortungsbewussten Handelns von der Geschäftsführung gekündigt. Dies wohlgemerkt ohne Vorliegen einer patientenseitigen Beschwerde, geschweige denn, einem durch die Versorgung entstanden Schaden“fasst der betreuende ver.di-Hauptamtliche Hans-Christian Kleefeld seinen Eindruck zusammen. Die Kündigung eines der beiden Rettungsassistenten erfolgte sogar ohne dass tatsächlich ein Medikament verabreicht wurde, sondern dies lediglich zur evtl. Anwendung vorbereitet war. Auslöser für die Kündigung ist wohl die Beschwerde eines Notarztes, welche begünstigt durch eine seit Jahren unzureichende rechtliche Absicherung (Notkompetenz, siehe Anlage) zu der misslichen Situation der beiden Rettungsassistenten führte.

     „Dies stellt insbesondere vor dem Hintergrund der Feststellung eines  Notarztes aus dem gleichen Einsatzbereich, welcher die entsprechende Fachlichkeit sowie die Richtigkeit der Handlungsweise beider Kollegen bestätigt, eine völlig überzogene arbeitsrechtliche Maßnahme dar. Ganz abgesehen von der damit verbundenen zusätzlich negativ belastenden Auswirkungen auf den ohnehin schon schwierigen Arbeitsalltag, der in diesem Kreisverband tätigen Rettungsassistenten“ erläutert Kleefeld.

     ver.di hat mittlerweile zur Vertretung der beiden Retter den Würzburger Fachanwalt für Arbeitsrecht Bernd Spengler (zur Person: vgl. www.kanzlei-spengler.de) hinzugezogen. Spengler, lange Jahre selbst im Rettungsdienst tätig:

    „Es ist skandalös, dass sich der Geschäftsführer nicht vor seine korrekt vorgegangenen Beschäftigten stellt. Existenzvernichtung als Dank dafür, dass man Menschenleben rettet, dürfte nicht „im Zeichen der Menschlichkeit stehen“, so Spengler.

    Ratlosigkeit herrscht daher auch in der BRK Bereitschaft, in der man das Verhalten des Geschäftsführers ebenfalls nicht nachvollziehen kann.

    Am 14. Januar 2014 wird nun das Arbeitsgericht Nürnberg in dieser Sache entscheiden.

    Wir möchten Ihnen die Gelegenheit geben, sich im Rahmen eines Pressegespräches über diesen Vorgang zu informieren.

    Dazu laden wir Sie ganz herzlich ein am

    Montag den 25.11. 2013 um 11.00 Uhr
    Gewerkschaftshaus Nürnberg,
    K.I.B.S Erdgeschoss links
    Kornmarkt 5-7, 90402 Nürnberg

     

    Anwesend werden sein:
    Hans Joachim Schirner, Notarzt / Bereitschaftsarzt BRK
    Bernd Spengler, Rechtsanwalt
    Ein betroffener Rettungsassistent
    Hans-Christian Kleefeld, ver.di Gewerkschaftssekretär