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    18.07.2013_Bezirkskliniken Mittelfranken, Protest gegen geplante Ausgliederung

    18.07.2013

    Bezirkskliniken Mittelfranken: Protest gegen geplante Ausgliederung

    Die Gewerkschaft ver.di Mittelfranken hat in einem offenen Brief die Abgeordneten des mittelfränkischen Bezirkstags aufgefordert, der geplanten Ausgliederung von weiten Teilen des Wirtschafts- und Verwaltungsdienstes in eine sogenannte Service-GmbH nicht zuzustimmen.

    Vergangene Woche hatte der Verwaltungsrat mit Mehrheit den Plänen der Geschäftsführung seine Zustimmung erteilt.

    „Es geht um nichts anderes als den Ausstieg aus dem Tarifvertrag. Dies lehnen wir ab.“, so Peter Schmitt-Moritz, zuständiger Fachbereichssekretär von ver.di Mittelfranken. „Leider werden die zugrundeliegenden Daten nicht öffentlich gemacht. Wie zu hören war sind die prognostizierten Einsparungen in den kommenden 5 Jahren aber eher bescheiden. Wir sind überzeugt, dass vergleichbare Ergebnisse auch durch Optimierung ohne Outsourcing erreicht werden können. Nicht einbezogen wurden sicherlich auch die Probleme, die wir bei anderen Krankenhäusern sehen: Demotivation, hohe Fluktuation und Ausfallzeiten bei den Beschäftigten wurden sicherlich nicht gegengerechnet. Unser Eindruck: die Mehrheit handelt nach dem Motto: Augen zu und durch um das Thema vor den Wahlen möglichst geräuschlos beerdigen zu können“, fügt Peter Schmitt-Moritz hinzu.

    Von der Ausgliederung betroffen wären ca. 500 Beschäftigte, rund ein Fünftel der Gesamtbelegschaft. Den bisher Beschäftigten wurde Besitzstandswahrung zugesichert.

     „Es ist jetzt allerdings von einem Betriebsübergang die Rede, was für die Betroffenen einen Arbeitgeberwechsel bedeuten würde. Rechtliche Sicherheit ist so nicht gegeben – es entsteht der Eindruck, dass den Beschäftigten hier falsche Versprechungen gemacht wurden“, so Schmitt-Moritz weiter