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    05.03.2021 - 16:30 Uhr Tausend Gründe (gemeinsam) zu kämpfen!

    05.03.2021 - 16:30 Uhr Tausend Gründe (gemeinsam) zu kämpfen!

    Autonome und gewerkschaftliche Frauen*bewegung im Dialog 04.03.2021

    Anlässlich des Internationalen Weltfrauen*tages diskutieren Vertreter*innen verschiedener frauenpolitischer Organisationen und der Klinikum Nürnberg Service Gesellschaft über (Frauen*)Solidarität in der Krise und Feminismen heute.

    Die Geschichte der Frauen*bewegung ist vielfältig und auch kontrovers. Damals wie heute gibt es viele Feminismen – und ihre Vertreter*innen sind sich trotz großer Einigkeit, dass grundlegende gesellschaftliche Veränderungen notwendig sind oft nicht einig über zentrale Themen, politische Ziele, Strategien und Aktionsformen.
    Vereinte Dienstleistungs- Gewerkschaft

    Bezirk Mittelfranken
    Unterschiede bestehen nicht nur in der Analyse des Status Quo, sondern vor
    allem auch in der Frage: was folgt daraus? Wie stellen wir uns den Prozess
    der Gesellschaftsveränderung und eine freiere, gerechtere Gesellschaft vor?
    Was ist der richtige Weg dahin? Wie gewichten wir unterschiedliche
    Verhältnisse von Ausbeutung und Unterdrückung? Wie hängen diese
    Verhältnisse zusammen und was bedeutet das für unsere politische und gewerkschaftliche Praxis? Und wer ist dieses „wir“?

    Die Veranstaltung wird die Vielfalt aktueller feministischer Richtungen darstellen, kontroverse Punkte benennen und in den Dialog bringen. Trotz Unterschieden in der Vergangenheit besteht in zentralen Punkten Einigkeit: Seit einem Jahr vergrößert die Coronapandemie wie ein globales Brennglas gesellschaftliche Probleme, die uns als Gewerkschafter*innen, Feministist*innen und Frauenrechtler*innen seit jeher bewegen. Die Krisenfolgen treffen Frauen* besonders hart, sie schultern die Hauptlast der Krise. Gesamtgesellschaftlich als Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen und in den Familien. Sie arbeiten besonders oft prekär und im Niedriglohnbereich, Altersarmut wird zum Regelfall. Häusliche Gewalt stieg im vergangenen Jahr alarmierend, während Femizide immer noch nicht als solche benannt und geahndet werden.
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    Aktuelle lokalpolitische Themen machen Solidarität und starke Frauen* Stimmen in der Öffentlichkeit wichtiger denn je:

    Noch heute ist am Klinikum Nürnberg der die alte Forderung „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ nicht erfüllt. Die Beschäftigten der Klinikum Nürnberg Service Gesellschaft verdienen deutlich weniger als ihre Kolleg*innen, die nach TVöD bezahlt werden. Das Podium wird nach der frauenpolitischen Dimension dieser Ungleichheit fragen und Möglichkeiten der Solidarität diskutieren.

    Unsere Kollegin, Freundin und Weggefährtin Dr. Banu Büyükavci ist nach einem zweifelhaften Prozess durch die Ausländerbehörde Nürnberg von Abschiebung in die Türkei bedroht. Die Einhaltung ihrer Menschenrechte und Frauenrechte ist in türkischen Gefängnissen nicht gewährleistet. Auch die Forderung Bleiberecht für Banu eint die Sprecher*innen aller Organisationen und verweist auf Gemeinsamkeiten in der politischen Praxis.

    Wir wollen den 8. März nutzen, um trotz Corona - unter freiem Himmel, mit Masken und Abständen – in den Dialog zu kommen und Möglichkeiten von Zusammenarbeit und frauenpolitischer Solidarität auszuloten.

    Es diskutieren Vertreter*innen von ver.di, dem 8.März-Bündnis, dem FLINTA*-Komitee Nürnberg und der Klinikum Nürnberg Service Gesellschaft (KNSG). Moderation Prof. Ingrid Artus von der FAU Erlangen.
    Freitag, 05. März 2021 um 16:30

    Vor dem Gewerkschaftshaus Nürnberg, Kornmarkt 5-7

    für Rückfragen stehen gerne zur Verfügung:

    Joana Terborg, ver.di: 01516 4334168
    Karin Reinfelder, Betriebsratsvorsitzende KNSG: 0162 2456199

    Pressekontakt