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    Warnstreik privates Bankgewerbe 26. + 27.06.2019

    Warnstreik privates Bankgewerbe 26. + 27.06.2019

    27.06.2019
    5 vor 12 ver.di 5 vor 12

    Tarifrunde Banken
    Erneute Warnstreiks vor der fünften Verhandlungsrunde

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Bankbeschäftigte in Bayern zu weiteren Warnstreiks aufgerufen. Neben München und der Region Bayern Süd werden auch in Nürnberg und der Region Bayern-Nord Beschäftigte am 26. und 27. Juni zum vierten Mal in den Warnstreik treten. Nach vier erfolglosen Verhandlungsrunden und bundes-weiten Warnstreiks ist es gelungen, einen fünften Verhandlungstag mit der Arbeitgeberseite zu vereinbaren.


    "Das Angebot aus der letzten Runde ist zwar geringfügig verbessert worden, bleibt aber immer noch weit unter der zu erwartenden Inflationsrate. Die letzten Jahre waren von Arbeitsplatzabbau, Filialschließungen und in der Folge entsprechender Arbeitsverdichtung geprägt. Es ist nicht akzeptabel, dass die Kolleg*innen der privaten und öffentlichen Banken zusätzlich einen Verlust ihres Reallohns akzeptieren sollen.“ kritisiert Stefanie Schulze, zuständige Gewerkschaftssekretärin für die pri-vaten und öffentlichen Banken in Mittelfranken.
    Schulze wies darauf hin, dass das bisherige Arbeitgeberangebot von durchschnittlich 1,16 Prozent bei einer Laufzeit von 36 Monaten bis 2021 zu insgesamt fünf Jahren mit Reallohnverlusten für die Beschäf-tigten führe. „Mit Arbeitsleistungen bis an die Belastungsgrenze und maßvollen Gehaltserhöhungen haben die Beschäftigten in den letzten 33 Monaten zur Stabilisierung der Bankenbranche beigetragen. Nun ist es an der Zeit, die negative Gehaltsentwicklung zu stoppen.“
    Da es in der letzten Verhandlungsrunde praktisch keine Annäherung ge-geben habe, sind die Bankbeschäftigten der Bayerischen Landesbank, der Commerzbank, UniCredit Services S.C.p.A. und der UniCredit Bank AG unter anderem in Nürnberg zu Warnstreiks aufgerufen.
    „Unter dem Motto ‚Es ist 5 vor 12‘ haben circa 300 Beschäftige an einer Fotoaktion teilgenommen und am Tugendbrunnen (Lorenzer Patz) ihre Geldbeutel für eine rosige Zukunft ausgewaschen“ so Stefanie Schulze.


    Mit dieser Aktion haben die Kolleg*innen in der Mittagszeit die vierte Streikwelle eingeläutet.
    ver.di fordert in der Tarifrunde für die rund 200.000 Beschäftigten in Deutschland (35.000 in Bayern) bei privaten und öffentlichen Banken bei einer Laufzeit von zwölf Monaten 6 Prozent mehr Gehalt. Für Aus-zubildende fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Vergütung um 100 Euro. Des Weiteren will ver.di in der Tarifrunde neben einer Ge-haltserhöhung vor allem über Arbeitsbelastung und Weiterbildung ver-handeln. So fordert ver.di für alle Beschäftigten sechs Gesundheits- und Entlastungstage. Um den unterschiedlichen Bedarfen der Beschäftigten gerecht zu werden, sollen die Bankbeschäftigten zudem zwischen Ge-haltssteigerung oder Freizeit wählen können.
    Die fünfte Verhandlungsrunde findet am 3. Juli 2019 in Wiesbaden statt.

    Geldbeutel ver.di Geldbeutel waschen hilft nur bedingt ...