Migrationsausschuss aktiv

    24.10.2020: #RememberingmeansFightingRacism

    24.10.2020: #RememberingmeansFightingRacism

    Infografik mit Piv von Kamal Kilade  verdi Migration Mittelfranken Wir Gedenken Kamal Kilade

    #Keinvergessen 
    Heute vor zehn Jahren, am 24.10.2010 wurde Kamal Kilade in Leipzig von zwei Rechtsextremisten ermordet. Kamal wurde nur 19 Jahre alt.
    Aus rassistischer Motivation hatten die zwei Vorbestraften Kamal am Leipziger Bahnhof beleidigt, angegriffen und mit Pfefferspray attackiert. Als er sich zur Wehr setzte, erstach der Haupttäter ihn mit seinem Klappmesser. Er starb an Verletzungen an der Niere.

    Die beiden Täter, einschlägig bekannte Neonazis, treffen sich am 23.10.2010 in Leipzig für eine „Sauftour”- einen Tag später ist Kamal Kilade tot und die beiden sind wieder in Haft.
    Das Amtsgericht Leipzig erließ den Haftbefehl gegen die beiden vorbestraften Rechtsextremen wegen gemeinschaftlichen Mordes.
    Bei Prozessbeginn sollten die rassistischen Beweggründe der Tat unter den Tisch fallen. In der Anklage war nun von Totschlag die Rede.
    Schlussendlich erkannte das Gericht das rassistische Tatmotiv doch an. „Er betrachtete das Opfer nicht als einen Menschen, sondern als Ausländer, dessen Leben nichts wert ist. Das sind niedrige Beweggründe. Und deshalb ist es Mord.” Der Haupttäter wurde wegen Mordes zu 13 Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt, der Nebentäter zu 3 Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung.
    Bei beiden Tätern wirkte sich die Alkoholisierung zum Tatzeitpunkt strafmildernd aus.
    Der verurteilte Mörder legte Revision beim BGH ein, diese erwies sich als unbegründet:
    Mit Urteilsspruch durch den BGH vom 10.01.2012 ist das Urteil rechtskräftig