Migrationsausschuss aktiv

    #STOPRACIALPROFILING

    #STOPRACIALPROFILING

    Ob im Zug, Bus oder der S-Bahnstation. in der Öffentlichkeit ist man die einzige Person die von der Polizei oder den Sicherheitskräften kontrolliert wird.
    Weshalb eigentlich?
    Racial Profiling steht für die auf äußerlichen Merkmalen beruhenden Verdachtskontrollen durch Polizei oder andere Sicherheitsorgane. Diesen Kontrollen sind Menschen ausgesetzt, welche einen „sichtbaren“ Migrationshintergrund oder eine schwarze Hautfarbe haben. Dies ist Grund genug für die Sicherheitsorgane, um tatverdächtig zu sein.
                                      Grundrechte werden ignoriert.

    Kolleg*innen vom MigrA Mittelfranken ©Ch. Johnson #STOPPRACIALPROFILING

     

     

     

     

    Racial Profiling- Kontrolle von Personen aufgrund ethnischer Herkunft oder ihrer schwarzen Hautfarbe ist auch unter deutschen Polizist*innen bedauerlicherweise weit verbreitet

     

     

     

    Rassistische Polizeigewalt?
    Das sogenannte Racial Profiling, also anhaltslose Kontrolle und Überprüfung von Dokumenten und Taschen, sehen sehr viele Menschen als einen harmlosen Eingriff, aber für uns ist das ein massiver Angriff und auch eine der schlimmsten Formen von Rassismus. Die Kontrolle findet immer in der Öffentlichkeit statt, Hunderte und Tausende von Menschen sehen das. Und deswegen ist sie sehr erniedrigend. Das ist eine Beleidigung für Menschen. Und dann kommt dazu, wenn jemand diese Kontrolle infrage stellt, dann eskaliert das sehr schnell. Die Polizei ist dann not amused, wirft die Menschen auf den Boden, legt Handschellen an und führt sie ab.Die Polizei höflich darum bitten, erst einmal einen Anwalt zu konsultieren, bevor Sie überhaupt etwas sagen.

    Welche Menschen sind am meisten davon betroffen?
    Junge Männer zwischen 15 und 45 Jahren, Afghanen, Araber, Schwarze Menschen, Türken. Aber auch sehr viele Roma. Viele Roma haben so massiv Angst, dass sie nicht einmal zur Beratungsstelle kommen wollen, nur ab und zu kommen ein oder zwei. Die haben Angst vor Behörden - und dann auch noch die Polizei. Ich habe oft mit ihnen gesprochen und gefragt, warum sie so viel Angst haben, dass wir sie mit Anwälten unterstützen können. Sie meinten, dass Anwälte sie nicht schützen könnten.

    Wie können sich Personen verhalten, die hinter einer Polizeikontrolle Racial Profiling vermuten?
    Eine standardisierte Empfehlung ist immer schwierig, weil jeder Mensch unterschiedlich ist. Das Wichtigste ist cool zu bleiben, sich nicht aufzuregen. Viele Polizisten haben traurigerweise nicht gelernt, andere Menschen mit Respekt zu behandeln. Wenn diese Menschen auch noch geflüchtete Migrantinnen oder Schwarze Menschen sind, dann fehlt oft der Respekt.
    Wichtig hier ist: Nicht aufregen und niemals mehr sprechen als notwendig ist. Zum Beispiel: Wie heißt du? Wo wohnst du? Und wie alt bist du? Welche Nationalität? Das reicht. Mehr braucht die Polizei nicht zu wissen. Wenn Sie aber weiterfragen, dann höflich antworten: Ich glaube, diese Frage dürfen Sie nicht stellen, ich rede nicht darüber. Und natürlich immer auch sagen: Ich bin nicht einverstanden mit dieser Taschenkontrolle. Wenn Sie das machen müssen, dann machen Sie, aber ich bin nicht einverstanden. Und die Polizei höflich darum bitten, erst einmal einen Anwalt zu konsultieren, bevor Sie überhaupt etwas sagen.