Migranten und Migrantinnen

    11./13.09.2020: „Integration ist keine Einbahnstraße“

    Seminar ist ausgebucht

    11./13.09.2020: „Integration ist keine Einbahnstraße“

    Weg mit Schild Einbahnstrasse Foto: ver.di bw-bildungswerk Bayern & Ch. Johnson „Integration ist keine Einbahnstraße“

    Migration ist ein wesentlicher Bestandteil der deutschen Geschichte.
    Schon zur Römerzeit prägte Migration, als Grundelement der Menschheitsgeschichte, das Gebiet des heutigen Deutschlands. Jedoch erst mit der Entwicklung des Nationalstaates wurde Migration, als grenzüberschreitende Wanderung, angesprochen
    und problematisiert.
    Erfahrungen zeigen, dass die Akzeptanz in der Bevölkerung groß ist, solange Zuwanderung gebraucht wird. Doch sobald z. B. die Verlustängste um den eigenen Arbeitsplatz oder die finanzielle Situation bei den „Einheimischen“ steigen, werden Anfeindungen gegen Migrant*innen immer lauter. Ein Rechtsruck der Gesellschaft scheint dabei unausweichlich. Die zunehmende Spaltung der Gesellschaft fördert die Hetze und gießt Öl ins Feuer rechter
                                                           Parteien und Strömungen.

    Seminarinhalte in Stichworten:

          ● Überblick / Anzahl der in Bayern lebenden
             Migrant*innen
          ● Analyse zu den verschiedenen Phasen der
             Einwanderung
          ● Werteverständnis aus den jeweiligen Herkunftsländern
          ● Förderung von Integration im Betrieb, Schule, Ausbildung
             und Politik?
          ● Analyse der Fehler bei der Integration der Vergangenheit, z. B.
             Aufteilung von Ortsteilen nach Nationalitäten- Fehleinschätzung bezüglich des Status
             der Gastarbeiter*innen in den 60iger und 70iger Jahren- was wurde versäumt?  
          ● Was muss sich für die Zukunft ändern- was lernen wir daraus?
          ● Welche zusätzlichen Unterstützungsformen neben den Sprachkursen müssen angeboten?       
          ● Welche weiteren, speziellen Anlaufstellen sind notwendig?
          ● Welche speziellen bzw. gesonderten Maßnahmen der Integration sind im ländlichen Raum notwendig?
          ● Wie können gegenseitige Vorurteile, Verlustängste, mangelnde Akzeptanz und gruppenbezogene
             Menschenfeindlichkeit abgebaut werden?
          ● Wie können wir Unterschiede nutzen und gemeinsam eine soziale Gesellschaft aufbauen?
          ● Was können wir als Gewerkschafter tun bzw. welche Strategien können wir entwickeln?
          ● Wie schaffen wir es, mehr Migrant*innen unsere gewerkschaftlichen, solidarischen
             und demokratischen Werte näher zu bringen und als Mitglieder zu gewinnen?
       

    Es muss uns gelingen, zusammen mit Menschen, mit und ohne Zuwanderungsgeschichte, die Grundlagen für ein soziales Miteinander zu legen. Denn gegenseitige Vorurteile, selbst unter Migrant*innen führen
    zur weitergehenden Spaltung der Gesellschaft.

    Voneinander zu lernen, leistet einen wichtigen Beitrag diese Spaltung unserer Gesellschaft zu verringern. Durch gegenseitigen Respekt und Achtung aller Menschen, müssen Mauern eingerissen und Brücken des Dialoges gebaut werden. Vielleicht brauchen sogar beide Seiten spezielle Integrationskurse, um das Verständnis für „andere“ und „fremde“ kulturelle Gegebenheiten, unbekannte Gebräuche, verschiedenste Religionen, die Vielfalt der sexuellen Orientierung und der jeweiligen Werte der anderen Person bzw. Herkunft zu gewährleisten. Dazu gehört auch, der Respekt vor den gesetzlichen Gegebenheiten im Einwanderungsland und sich an diese zu halten.

                                              Es müssen sich alle bewegen, damit Integration gelingen kann.