Migranten und Migrantinnen

    Oktober 2015- Altersarmut ist weiblich- der Blickwinkel vom Migrantinnen

    Oktober 2015- Altersarmut ist weiblich- der Blickwinkel vom Migrantinnen

    Kolleginnen vom MigrA Mfr. Ch. Johnson Kolleginnen vom MigrA Mittelfranken

    Altersarmut ist weiblich- der Blickwinkel vom Migrantinnen

     

    Migrantinnen sind oft Opfer gesellschaftlicher Normen. Selten sind sie den Frauen ohne Migrationshintergrund gleichgestellt.
    Diverse Analysen haben nachgewiesen, dass Kinder und Jugendliche aus Einwandererfamilien in vielen Bereichen massiv benachteiligt sind. Besonders gravierend ist es im Bereich der Bildung. Seit über 30 Jahren hat sich die Bevölkerung multikulturell entwickelt, was sich auch im schulischen Bereich bemerkbar macht. Aber genau dort wurde dieser Entwicklung kaum Rechnung getragen. Die Schulklassen sind interkulturell, die Schulbücher und andere Lernmittel aber hinken dieser Entwicklung hinterher. Der Schwerpunkt für zukünftige Schulbücher sowie weiterer Bildungsmedien muss die gesellschaftliche Vielfalt abbilden. Dementsprechend ist eine moderne Neugestaltung aller Schulmaterialien zwingend erforderlich. Die gegenseitige Achtung für die jeweiligen Kulturen beginnt bereits im Kindesalter.
                                  Bericht: Charly Johnson/ Migrationsausschuss Mfr.

    Gründe für Altersarmut bei Frauen mit Migrationshintergund:

    Stellung in der Ehe:

    In vielen Kulturen ist, gesellschaftlich betrachtet, der Mann das Oberhaupt der Familie. Er muss als Alleinverdiener seine Familie ernähren. Die Frau ist auf die Kindererziehung reduziert. Sie ist vom Mann abhängig, vor allem finanziell. Aufgrund familiärer und gesellschaftlicher Strukturen ist es den Frauen häufig nicht möglich, sich alleine außerhalb der Familie zu bewegen. Die Frauen bleiben in ihrem Kulturkreis unter sich. Sie haben wenig Möglichkeit, sich zu integrieren. Da ist noch viel Aufklärung und Überzeugungsarbeit nötig. Dies beginnt bereits, wie oben beschrieben, in der Schule.

    Beruf:

    Berufstätige Frauen mit Migrationshintergrund sind meist bei Zeitarbeitsfirmen als Leiharbeiterin beschäftigt.
    Besonders häufig arbeiten Migrantinnen im Pflegebereich, als Reinigungskraft, Küchenhilfe oder in Privathaushalten. Dort arbeiten sie überwiegend im Niedriglohnsektor. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse bis hin zu illegaler Beschäftigung sind keine Seltenheit.

    Dazu kommt, dass aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse und Integration, Migrantinnen häufig von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Dies lässt sich an der hohen Quote von Sozialleistungsempfängerinnen im SGB II-Bereich (HARTZ IV) feststellen. Dies und geringe Beitragszahlungen in die Rentenversicherung führen direkt in die Altersarmut, diese ist somit vorprogrammiert.

                                Bericht: Suna & Charly/ Migrationsausschuss Mfr.