Eingeweiht am 12. Oktober 2022

Helene-Grünberg-Zentrum

01.04.2023

Helene Grünberg (1874 – 1928)

Erste hauptamtliche Gewerkschaftsfunktionärin für frauenspezifische Belange.

Zitat „Tragt das Evangelium der Arbeiterbewegung unter die Arbeiterinnen, tragt unermüdlich dazu bei, dass sämtliche Arbeiterinnen sich ihrer gewerkschaftlichen Organisation anschließen! Das ist die beste Antwort, die die entmündigten Frauen und Mädchen geben können“

Helene Grünberg wurde 1905 „Arbeitersekretärin“ in Nürnberg. Sie setzte sich für die Interessen der Arbeiterinnen und Dienstbotinnen ein. Durch ihr Engagement erhöhte sich die Zahl weiblicher Gewerkschaftsmitglieder. 1906 gründete Grünberg den Verein der Dienstmädchen, da deren Arbeitsbedingungen oft besonders menschenunwürdig waren. Grünbergs Einsatz war es zu verdanken, dass 1909 ein reichsweiter „Zentralverband der Hausangestellten Deutschlands“ gegründet wurde.

Clara Zetkin schrieb 1910 über sie: „Genossin Grünberg gehört zu den besten Trägerinnen der Bewegung in Süddeutschland.“

Grünberg war Armenrätin in der Kinder- und Jugendfürsorge, Vorsitzende der freien Jugendbewegung, Vorstandsmitglied der Krankenkasse, sie referierte als Delegierte auf Gewerkschaftskongressen, Verbandstagen und öffentlichen Versammlungen und nahm Stellung zu politischen Fragen.

1919 wurde sie Abgeordnete der Nationalversammlung.

1924 zog sie sich im Alter von 50 Jahren aus dem politischen Leben zurück. Helene Grünberg starb am 7. Juli 1928.

 

"Helene Grünberg, eine Amazone der Gewerkschaftsbewegung." In diesen Radiobeitrag von Radio-Z berichtet Nadja Bennewitz über das Leben und Wirken von Helene Grünberg.