FB 12 - Handel

    Wir sind so arm, weil ihr so reich seid

    Tarif

    Wir sind so arm, weil ihr so reich seid

    sfzh Jaana Hampel Wir sind so arm weil ihr so reich seid

    Auftakt der Tarifrunde im Einzel- und Großhandel 2017

     

    Arbeitgeber packen sich den Geldsack schön voll. Ihre Mitarbeiter schicken sie in die Altersarmut. 

    Am  16.02.2017 läuteten die ver.di Tarifkommissionen für den Einzel- und Großhandel die Tarifrunde 2017 ein.

    Die Tarifkommissionen, die sich aus Abgesandten der verschiedenen  Betriebe zusammensetzen, stellen fest, dass dringend eine deutliche Entgelterhöhung stattfinden muss. Ein wesentlicher Grund für Altersarmut sind die niedrigen Einkommen im Handel während ihres Erwerbslebens. Nach Angaben der Bundesregierung beziehen etwa ein Drittel der Einzelhandelsbeschäftigten Niedriglöhne.

    Geld zum umverteilen ist da. Die Umsätze und Gewinne sind im Handel massiv gestiegen. Erarbeitet haben das die Beschäftigten mit immer weniger Personal bei gleichzeitig ständig steigender Arbeitsbelastung.

    Durch Geschäftsmodelle, deren Erfolg auf Unterbezahlung und ungesunden Arbeitsbedingungen beruhen, gelingt es vielen Handelsunternehmern sich in den obersten Rängen der Reichsten Deutschen einzureihen.

    Bei Karl-Heinz Kipp (Metro) wird das Privatvermögen derzeit auf etwa 4,6 Mrd. € geschätzt. Dieter Schwarz hat sich an Lidl und Kaufland eine goldene Nase verdient und kommt auf ein Vermögen von 14,3 Mrd. €.

    Amancio Ortega, der Eigentümer von ZARA, ist mit seinen 75,3 Mrd. $ der reichste Europäer und zweitreichste Mann der Welt.  Dafür gehen seine Beschäftigten mit einer Rente zwischen 400,- und 800,- € aus dem Erwerbsleben.

    Die Kluft zwischen Arm und Reich zeigt sich in keiner Branche so deutlich wie im Handel. Auf diese Tatsache machten die Tarifkommissionen mit ihrer Aktion "Wir sind so arm, weil ihr so reich seid" aufmerksam.  

     

    Für die Beschäftigten in nicht tarifgebundenen Unternehmen gibt es noch weniger. Zum Beispiel bei ADLER, die trotz  deutlich übertroffener Ergebnisprognose für 2016 aus der Tarifbindung flüchtet. Ebenso ESPRIT, welche ohne erkennbare wirtschaftliche Notlage aus der Tarifbindung floh. Und auch die Wöhrl Unternehmensleitung, die trotz neuem Investor keine Tarifverhandlungen mit ver.di aufnimmt, um die Beschäftigten abzusichern.

     

    Ohne die Beschäftigten läuft nichts im Handel. Deshalb verdienen sie Respekt und Anerkennung für ihre Leistung und ihre gute Arbeit.

    Neben der Arbeitsbelastung sind auch die finanziellen Belastungen in den letzten Jahren massiv gestiegen. Mehr als erschreckend ist aber, dass die Mehrzahl der Beschäftigten im Einzelhandel von massiver Altersarmut in der Rente bedroht ist. Das Gehalt reicht vielfach bestenfalls zum Leben aber auf keinen Fall für das Alter.

    Deshalb gilt es jetzt gemeinsam mehr Geld durchzusetzen. Geld, das wir dringend brauchen für gestiegene Ausgaben, für unsere Familien und für unsere Rente. Denn Armutslöhne bedeuten immer auch Armutsrenten.

    Geld das sich die Unternehmer im Handel ins Säckele packen wollen. Die Tarifkommissionen werden daher über geeignete Aktionen und Maßnahmen beraten, um in der bevorstehenden Tarifrunde eine deutliche Einkommenserhöhung auch durch zu setzen.

    asdgh Jaana Hampel Wir sind so arm weil ihr so reich seid
    aklf Jaana Hampel Ihr seid so reich weil ihr so reich seid
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    lakshgf Jaana Hampel Ihr seid so reich, weil wir so arm sind