Bayern - Bezirk Mittelfranken

    17.10.2017: Ausbildung statt Abschiebung

    17.10.2017: Ausbildung statt Abschiebung

    Kolleginnen und Kollegen vom Bundesmigrationsausschuss Ch. Johnson Kolleginnen und Kollegen vom Bundesmigrationsausschuss

                                   Ausbildung statt Abschiebung
    Wir fordern ein Bleiberecht für unseren Kollegen Anwar Khan Safi

    Anwar Khan Safi ist 2014 aus dem Bürgerkriegsland Afghanistan nach Deutschland geflüchtet. Mittlerweile spricht er fließend Deutsch und hat 2016/2017 eine Ausbildung zum Krankenpflegehelfer in Augsburg durchlaufen. Seit August ist er im Klinikum angestellt und dort auch in unserer Gewerkschaft und in der Tarifbewegung für eine bessere Personalbemessung engagiert. Jetzt soll die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft folgen. Doch die drohende Abschiebung könnte alles zunichtemachen. 

    Das muss verhindert werden!
    Wer Integration will, muss die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass sie gelingt. Die fehlende Rechtssicherheit beim Aufenthaltsstatus, die Bedrohung durch Abschiebungen und die Aussetzung und Einschränkungen des Familiennachzugs tragen zu Unsicherheit und unsicherer Perspektive bei. Doch Integration braucht gleiche Rechte. Wir sind überzeugt, dass junge Geflüchtete die eine Ausbildung aufnehmen, nicht abgeschoben werden dürfen.

    Anwar Khan Safi ist 2014 aus Afghanistan nach Deutschland geflüchtet. Mittlerweile spricht er fließend Deutsch und hat 2016/2017 eine Ausbildung zum Krankenpflegehelfer in Augsburg durchlaufen. Seit August ist er im Klinikum angestellt. Jetzt soll die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft folgen. Doch die drohende Abschiebung könnte alles zunichtemachen. ver.di protestiert dagegen in einem Schreiben an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. »Herr Anwar Khan Safi ist ein Musterbeispiel herausragender beruflicher Integration«, heißt es darin. Auf seiner Station sei er »unabkömmlich geworden, er ist auch im Betrieb politisch engagiert und ist ein aktives Mitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft«. Eine Abschiebung von Anwar Khan Safi – der zudem seit zweieinhalb Jahren ehrenamtlich als Sanitäter bei den Augsburger Johannitern arbeitet – wäre »nicht nur ein fachlicher und persönlicher Verlust für die Kolleginnen und Kollegen«.

    Den Rechtsruck in der Gesellschaft werden wir nicht durch Abschiebungen und Ausgrenzung stoppen, sondern nur durch eine solidarische Politik, die Geflüchtete nicht kriminalisiert und sie mit Arbeitsverboten belegt. Es ist ermutigend zu sehen, wie viele Beschäftigte und Kolleginnen und Kollegen von ver.di sich mit Anwar solidarisieren.

    ver.di ist nicht nur mit Anwar Khan Safi solidarisch. Der Gewerkschaftsrat, das höchste Gremium zwischen den Bundeskongressen, hat sich im Juni 2017 in einer Resolution klar dafür ausgesprochen, Abschiebungen in so genannte sichere Drittstaaten – insbesondere nach Afghanistan – dauerhaft zu stoppen. Wer sich integriert habe und in einem Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis stehe, müsse einen Rechtsanspruch auf Einbürgerung haben.
    Das ist die richtige Antwort auf den Druck von rechts und die zunehmenden Angriffe auf die Interessen von Migrantinnen und Migranten.

                                                       -  Unsere Alternative heißt Solidarität! -