Bayern - Bezirk Mittelfranken

    20.07.19: Gelungener Workshop im Nürnberger Gewerkschaftshaus

    Bericht

    20.07.19: Gelungener Workshop im Nürnberger Gewerkschaftshaus

    Gruppenbild der Seminarteilnehmer: Schwarze Menschen- Diskriminierung in Arbeitswelt und Gesellschaft Ch. Johnson Gruppenbild der Seminarteilnehmer: Schwarze Menschen- Diskriminierung in Arbeitswelt und Gesellschaft

    Am Samstag, 20. Juli hatte der ver.di Migrationsausschuss Mittelfranken in das Nürnberger Gewerkschaftshaus zu einem Workshop zum Thema: Schwarze Menschen- Rassismus in Arbeitswelt und Gesellschaft eingeladen.

    Einladungsflyer zum Workshop Ch. Johnson Ausschreibung zum Workshop: Schwarze Menschen- Diskriminierung in Arbeitswelt und Gesellschaft
    Schild mit Schriftzug: herzlich Willkommen verdi Mittelfranken herzlich Willkommen
    Kollege Hamado Dipama aus München Ch. Johnson Kollege Hamado Dipama aus München

     

     

     

     

     

     

     

     

     


    Die Kollegin Charlotte Johnson (Vorsitzende Migrationsausschuss Mittelfranken) begrüßte die Teilnehmer und freute sich, dass trotz der tropischen Temperaturen so viele interessierte Kolleg*innen gekommen sind.
    Referent war unser Münchner Kollege Hamado Dipama von AGABY, u.a. auch Sprecher des Netzwerkes Rassismus- und  Diskriminierungs-
    freies Bayern e.V. und Mitglied im Bayerischen Flüchtlingsrat.
    Eigens aus Augsburg sind unsere Kollegen Ibrahim Yarasir (stv. Vorsitzender im Migrationsausschuss Augsburg und Mitglied im Landesmigrationsausschuss Bayern) und Sunday sowie der Geschäftsführer von Arbeit und Leben Bayern, unser Kollege Herbert Schmid aus Weiden angereist.
    In seinem Grußwort betonte Herbert die Wichtigkeit bei der Bekämpfung von Diskriminierung und Rassismus, spezial in der Arbeitswelt sind dringend Handlungsmöglichkeiten unabdingbar.

    Kollege Herbert Schmid von ArbeitundLeben Bayern Ch. Johnson Herbert Schmid (Geschäftsführer von ArbeitundLeben in Bayern)

    Ob im Bildungswesen, Arbeitswelt und Gesellschaft- oftmals werden schwarze Menschen und People of Colour allein schon aufgrund ihrer Hautfarbe beleidigt, diskriminiert angefeindet und sehr häufig angegriffen.
    Racial Profiling ist für sie kein Fremdwort, da bedauerlicherweise meist aus eigener Erfahrung auch widerfahren.

    Betroffen sind auch Migrant*innen, homosexuelle Menschen, Geflüchtete, Behinderte, politisch Andersdenkende und Menschen mit einer anderen Religionszugehörigkeit (beispielsweise Muslime).
    Oftmals sind sie nicht nur Diskriminierung und Rassismus ausgesetzt, sondern werden von Rechtsradikalen bedroht, angegriffen oder verprügelt und viele Menschen mussten dies schon mit dem Leben bezahlen.
    Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit begleitet sie im Alltag in den unterschiedlichsten Situationen und hat viele Facetten.

    In verschiedenen Arbeitsgruppen zu den Themen:

    • AG 1: Definition & Merkmale gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
    • AG 2: konkrete Formen von Rassismus & Diskriminierungen
    • AG 3: Rassismen & Diskriminierungen- Umgang und Handlungsmöglichkeiten

    wurden die Ergebnisse im Plenum den anderen Teilnehmer*innen präsentiert, miteinander diskutiert und zum Teil gemeinsam weitere Handlungsmöglichkeiten ergänzt.

    Arbeitsgruppe1 Ch. Johnson Arbeitsgruppe 1: Definition und Merkmale gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
    Arbeitsgruppe 2 Ch. Johnson Arbeitsgruppe 2: konkrete Formen von Rassismus und Diskriminierungen
    Arbeitsgruppe 3 Ch. Johnson Arbeitsgruppe 3: Rassismen & Diskriminierungen- Umgang und Handlungsmöglichkeiten

     

     

     

     

    Präsentation AG 2 Ch. Johnson Präsentation der Arbeitsgruppe 2
    Seminarteilnehmer Ch. Johnson Kollegin Margarethe Zolanwar mit Pierrette und Judith
    Seminarteilnehmer Ch. Johnson Seminarteilnehmer
    AG 3 Ch. Johnson Präsentation der Arbeitsgruppe 3
    Seminarteilnehmer Ch. Johnson Seminarteilnehmer

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Über den Besuch von Dr. Pierrette Herzberger-Fofana (MdEP/Bündnis 90/Die Grünen), haben wir uns sehr gefreut. Pierrette berichtete über ihre negativen Erlebnisse als schwarze Frau- sei es im Berufsleben oder in der Gesellschaft.

    Dr. Pierrette zu Besuch beim Migrationsausschuss Ch. Johnson Dr. Pierrette zu Besuch beim Migrationsausschuss

     

     

     

     

     

     

     

    Die intensiven Gespräche in den Pausen und die Möglichkeit zur Vernetzung trugen ebenso zu einer guten Stimmung bei.

    Bilder der jeweiligen Arbeitsgruppen des Workshops Ch. Johnson Rassismus ist keine Alernative
    Die Kollegen: Charly Johnson und Hamdo Dipama Ch. Johnson Die Kollegen: Charly Johnson und Hamdo Dipama

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Danke an Hamado Dipama und alle Teilnehmer*innen für die aktive Beteiligung und rege Diskussion, gleichwohl den gegenseitig wertvollen Erfahrungsaustausch untereinander- wir konnten viel voneinander lernen.

    Egal ob als Betriebs- und Personalräte, Stadträtin, Ärztin, Hausfrau oder interessierte Teilnehmer*innen -  das Seminar vom Migrationsausschuss Mittelfranken war ein voller Erfolg, denn wir konnten nicht nur die Definition verschiedener Merkmale von Rassismen voneinander abgrenzen, sondern den Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in den vielen Formen unterscheiden.
    Des Weiteren wurden die Teilnehmer*innen mit den Aufgaben einer Antidiskriminierungsstelle vertraut gemacht.
    „DANKE Hamado“!

    Seminarteilnehmer Ch. Johnson Seminarteilnehmer
    Seminarteilnehmer Ch. Johnson Rege Diskussion der Teilnehmer

     

     

     

     

     

     

    Fazit von Kollegin Charlotte Johnson (Vorsitzende Landesmigrationsausschuss Bayern und Bezirksmigrationsausschuss Mittelfranken):
    Egal ob schwarz oder weiß, Mann oder Frau, hetro- oder homosexuell, arm oder reich, Deutsch oder Nichtdeutsch, Katholik oder Moslem, Gesund oder krank, arbeitslos oder Manager:
    Fakt ist: Respekt gegenüber jedem Menschen unabhängig der Herkunft.
                                   “Wir sind alle gleich“!
    Jeder Einzelne muss dazu beitragen- nur so kann Integration, Partizipation und Inklusion gelingen. Für uns gilt nur eine Antwort:
                                   Herkunft?  Mensch!

    Deshalb:
    “Nicht ignorieren oder wegschauen, wenn jemanden menschenverachtende bis hin zu rassistischen Äußerungen oder Diskriminierung widerfährt. Wer schweigt, stimmt zu.
    Handeln: Eingreifen, Haltung zeigen und den Mund aufmachen.
    Wir dulden weder Hetze noch gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, gleich welcher Art auch immer.
                                  Nicht Morgen, nicht übermorgen: „Jetzt"
    Gemeinsam gegen:

    Diskriminierung, Rassismus, Sexismus, Nationalismus und Entrechtung!
    Für eine:
    rassismusfreie, antifaschistische, migrantische, solidarische sowie offene und freie Gesellschaft der Vielen. Solidarität statt Ausgrenzung, Hass und Abschottung
                                  Humanity & Diversity for everyone.

    Kollegin Banu und andere Seminarteilnehmer Ch. Johnson Kollegin Dr. Dilay Banu Büyükavci
    TN bedanken sich beim Referenten Ch. Johnson Danke Hamdo