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    16.06.2017: Nächste Streikwelle Einzelhandel

    16.06.2017: Nächste Streikwelle Einzelhandel

    19.06.2017

    Medienberichte:

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    Wacht auf! Wertschätzung und Respekt sehen anders aus

    Mittelfränkische Einzelhandelsbeschäftigte streiken gegen Armut im Alter


    Am 16.06.2017 wird wieder im mittelfränkischen Einzelhandel gestreikt. Nachdem die Beschäftigten von H&M in Erlangen bereits am Mittwoch streikten, legen jetzt die Beschäftigten von Marktkauf Plärrer, Marktkauf Nord, Real Schwabach, Kaufland Dianaplatz, Kaufland Burgthann, Esprit Karolinenstraße und H&M Karolinenstraße am Freitag ihre Arbeit nieder. Grund dafür ist die laufende Tarifrunde im Einzelhandel. Die Beschäftigten fordern 1€ mehr die Stunde, 100 € mehr Auszubildendenvergütung sowie die Allgemeinverbindlichkeit der bayrischen Einzelhandelstarifverträge. Die Arbeitgeber legten ein Angebot von gerade mal 1,5% in diesem Jahr (mit Nullmonaten) und 1,0% im nächsten Jahr vor. „Dieses Angebot ist unerhört! Die Beschäftigten im Einzelhandel arbeiten jeden Tag schwer. Das Angebot zeigt wie wenig Respekt die Arbeitgeber vor den Beschäftigten und ihrer Arbeitsleistung haben.“ meint Gabriele Ziegler, Gewerkschaftssekretärin ver.di.
    Unter dem Motto „Wacht auf! Wertschätzung und Respekt sieht anders aus“ werden die Streikenden am Brunnen Ehekarussel in Nürnberg mit einer Kissenschlacht auf diesen Missstand aufmerksam machen.
    „Die Kolleginnen und Kollegen werden nicht nur alle in die sichere Altersarmut gehen, sie werden am Ende ihrer Erwerbsbiografie gezwungen sein, Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen nachdem auch der letzte gesparte Euro weg ist, der eigentlich für die Reparatur der Waschmaschine gedacht war. Das ist demütigend. Die Menschen arbeiten ihr ganzes Leben und steigen trotzdem sozial und finanziell ab. Die Arbeitgeber müssen die geleistete Arbeit endlich fair entlohnen. Für heute und für morgen, für jetzt und in Zukunft“ so Jaana Hampel, Gewerkschaftssekretärin. Die Beschäftigten treten nicht nur für eine Entgelterhöhung ein, sie wollen auch, dass die bayrischen Einzelhandelstarifverträge für allgemeinverbindlich erklärt werden. Dies ist laut der Gewerkschaft der einzige Weg einer Existenzsicherung für alle im Handel Beschäftigten, auf deren Rücken aktuell der Vernichtungswettbewerb im Handel ausgetragen wird Das würde eine Untergrenze einziehen, unter der Menschen nicht beschäftigt werden dürfen. „Es muss unterbunden werden, dass im Handel um die schlechtesten Arbeitsbedingungen wett geeifert wird. Allgemein-verbindlichkeit schützt Beschäftigte.“ so Hampel.

    Wichtige Infos zur Demonstration und Aktion:
    Im Laufe des Streikes am 16.06. ist zuerst eine Demonstration durch die Nürnberger Innenstadt und zudem eine öffentlichkeitswirksame Kissen-schlacht geplant unter dem Motto „Wacht auf! Wertschätzung und Res-pekt sieht anders aus“. Die Demonstration startet gegen 10:15 Uhr am Kornmarkt 5-7, in Nürnberg, Die Aktion findet um ca. 10:40 Uhr am Eh-karussell in Nürnberg statt.

    Weitere Info über:
    Jaana Hampel (Gewerkschaftssekretärin Einzelhandel)
    Tel.: 0911 – 23 557 – 212
    Mobil: 0151 – 544 035 95
    Gabriele Ziegler (Gewerkschaftssekretärin Einzelhandel)
    Tel.: 0911 – 23 557 - 112