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    13.04.2017: Streikpremiere bei Wöhrl

    13.04.2017: Streikpremiere bei Wöhrl

    14.04.2017
    Streikende vor Wöhrl ver.di Streikende vor Wöhrl
    Tarif-Schutzanzug ver.di Tarif-Schutzanzug

    Berichterstattung 

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    Wöhrl MitarbeiterInnen streikten für Tarifvertrag

    Eklat bei Wöhrl Streik

    Nürnberg, 13.04.2017. Am Gründonnerstag streikten die Beschäftigen von Wöhrl vor dem Nürnberger Haupthaus am Ludwigsplatz, um ihrer Forderung nach Anerkennung des Tarifvertrags Nachdruck zu verleihen. Seit Jahren fordern die Beschäftigten den Schutz  der Tarifbindung durch Tarifverträge im Einzelhandel.

    Nach dem Demozug durch die Fußgängerzone und der Kundgebung in Nürnbergs Stadtmitte, starteten die Streikenden vor der Zentralverwaltung des Unternehmens in Langwasser die Aktion „Tarifschutzanzug – Wir lassen uns nicht mehr in die Taschen fassen! “. Die Streikenden stellten bildlich ihre aktuelle Situation und die Dringlichkeit der Tarifbindung dar.

    „Für die Wöhrl Beschäftigten ist der Tarifvertrag wirklich wie ein Schutzanzug. Aktuell haben sie einen garantierten Stundenlohn von maximal 12,- € im Verkauf pro gearbeitete Stunde. Unternehmerrisiken, wie etwa umsatzschwache Zeiten, schlecht verkäufliche Ware und kurze Monate, tragen hier die Beschäftigten durch eine umsatzabhängige Prämie und einer Bezahlung nach Stunden; d.h. es gibt keine konstante berechenbare Entlohnung.“, erklärte Gabriele Ziegler ver.di-Streikleiterin in Franken.

    Jaana Hampel, ver.di Gewerkschaftssekretärin für den Handel in Mittelfranken fügte hinzu:„ Für Herrn Greiner selbst, Sohn von Hans-Rudolf Wöhrl, ist die Unternehmensübernahme eingetütet. Er schrieb bereits mehrere MitarbeiterInnenbriefe und fordert bereits die Unterschriften der Beschäftigten zum Betriebsübergang ein. Ob er aber den, für die MitarbeiterInnen existenzsichernden Tarifvertrag anerkennen will, schreibt er in seinen Briefen nicht! Die Unternehmensleitung lehnt Tarifbindung ab.“

     

    „Die MitarbeiterInnen wollen alle Sicherheiten die ein Tarifvertrag zu bieten hat. Geregelte Arbeitszeiten, Urlaubsdauer,  Ausbildungsvergütungen, Sonderzahlungen, Zuschlagsregelungen, Kündigungsschutz für Ältere und Altersvorsorge, etc. All die Mindeststandards, die der Tarif für den Handel bietet. Sie wollen jetzt eine klare Weichenstellung für Wöhrl. Kein Verzicht mehr zu Gunsten des Unternehmers, keine monatliche Existenzangst und keine Angst vor Altersarmut mehr“, so Hubert Thiermeyer Landesfachbereichsleiter in ver.di für den Handel in Bayern.

    „Der bald neue Unternehmenseigner, Herr Greiner, schreibt von „in einen kraftvollen Neuanfang starten, frei von Altlasten“. Davon können die MitarbeiterInnen nicht sprechen. Sie werden ihren Verzicht massiv in der Rente spüren, so Frau Ziegler, und von dem hat in der Vergangenheit wohl die ganze Familie Wöhrl profitiert.“

    Tarifverträge schützen, und sie signalisieren Respekt und Wertschätzung für die Beschäftigten. Für ein Unternehmen hat dies enorme Bedeutung. „Leider hat Herr Hans Rudolf Wöhrl das nicht verstanden. Zur Überraschung der Streikenden erwartete der Alteigentümer den Demozug bereits und agitierte die Streikenden. Er versuchte die Kundgebung zu stören und scheute auch nicht davor zurück, Drohungen gegen die Streikenden auszusprechen“, so Ziegler.

    „ Dieses Verhalten von Herrn Wöhrl macht mich wütend und enttäuscht zugleich. Solch ein Benehmen nach Gutsherrenart sollte heutzutage nicht mehr möglich sein. Überrascht bin ich aber nicht wirklich.

     

    „Nachdem der Arbeitgeber am Vortag Wind von der heutigen Aktion bekommen hatte, wurden MitarbeiterInnen zu Einzelgesprächen ins Büro zitiert, so berichteten die MitarbeiterInnen und Betriebsräte.“ (Jaana Hampel, Gewerkschaftssekretärin für den Handel in Mittelfranken)

    Offen bleibt, nach diesem gelungenen Streik, wann die nächsten Kampagnen starten.

     

    Für Rückfragen stehe Gabriele Ziegler unter 0160/96489348 zur Verfügung.

     

    Gemeinsam engagieren sich die streikenden Beschäftigten für eine existenzsicherende Tarifbindung, für eine sichere Zukunft, gute Arbeitsbedingungen und gegen Altersarmut!

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    Wöhrl Mitarbeiter streiken für ihren Schutz durch Tarifverträge

    Streikpremiere bei Wöhrl in Nürnberg

     

    Nürnberg, 13.04.2017. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten von Wöhrl zum Streik auf. Seit Jahren fordern die Beschäftigten den Schutz  der Tarifbindung durch Tarifverträge im Einzelhandel. Mit ihrem Streik wollen die Beschäftigten ihrer Forderung den entscheidenden Nachdruck verleihen.

    „Die Wöhrl Beschäftigten konnten sich schon in der Vergangenheit auf die Solidarität ihrer, oft langjährigen Kunden verlassen. Denn mit einem Stundenlohn von maximal 12,- € im Verkauf bei Wöhrl ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld kann sich niemand vor Altersarmut schützen“, erklärt Gabriele Ziegler, ver.di Streikleiterin in Nürnberg.

    „Tarifverträge sind für die Beschäftigten und die Unternehmen elementar wichtig. Kein Konzern sollte sich Vorteile im Verdrängungswettbewerb schaffen können, in dem er die Beschäftigten umsatzabhängig bezahlt“, erläutert  Jaana Hampel, ver.di Gewerkschaftssekretärin für den Handel in Mittelfranken.

    „Die netten Mitarbeiterbriefe der Geschäftsführung, helfen den Beschäftigten nicht!  Zuversicht braucht Sicherheit und keine Worthülsen. Dringend müssen bei Wöhrl neue Weichen gestellt werden und das Dringlichste ist die verbindliche Existenzsicherung der Beschäftigten!“ so Gabriele Ziegler weiter und betont, „Handelskonzerne dürfen nicht länger ihren Beschäftigten den Schutz von existenzsichernden Tarifverträgen verweigern. Die Zukunftssicherung der Beschäftigten darf keine Variable mehr in der neuen Wöhrl Unternehmensführung sein“.

     

    Für Interviews und Fotos werden die Streikenden von etwa 11.20 Uhr bis etwa 11:40 Uhr vor der Wöhrl Filiale am Ludwigsplatz in Nürnberg sein, um dort ihre Forderung nach Tarifbindung zu unterstreichen.

     

    Für Rückfragen:

    Gabriele Ziegler, ver.di Streikleiterin in Franken  0160/96489348

     

    Gemeinsam engagieren sich die streikenden Beschäftigten für eine existenzsicherende Tarifbindung, für eine sichere Zukunft der Beschäftigten, gute Arbeitsbedingungen und gegen Altersarmut!