FB 10 - Postdienste, Speditionen, Logistik

    Tarifbindung bei Trans-o-Flex Netzwerk GmbH Standort Schwarzenbruck …

    Trans-o-Flex Schwarzenbruck

    Tarifbindung bei Trans-o-Flex Netzwerk GmbH Standort Schwarzenbruck durchgesetzt!

    Das Weihnachtsfest kommt für die Beschäftigten der Trans-o-Flex Netzwerk GmbH / Standort Schwarzenbruck dieses Jahr etwas früher.

    Am Ende eines zweijährigen Organisierungsprozesses konnte nun endlich die Anbindung an den Flächentarifvertrag des Speditions- und Logistikgewerbes Bayern  erreicht werden.

    Ein großer Erfolg für die Beschäftigten, der sowohl mehr Geld/ Zuschläge als auch mehr Schutz und Sicherheit bedeutet.

    Hier ein kurzes Interview mit dem zuständigen Gewerkschaftssekretär, David Merck.

    Redaktion: Wie schwer war es die Tarifbindung bei Trans-o-flex herzustellen?

    David Merck:  Am Ende war es leicht. Wir haben aktuell eine sehr, sehr gute Mitgliederzahl und wären in Schwarzenbruck jederzeit streikfähig gewesen. Dies ist ein Verdienst der tollen, mutigen, engagierten Ehrenamtlichen vor Ort, unseren treuen Mitgliedern als auch meiner engagierten Kollegin Jessica Hampel, die zur Zeit in ihrer wohlverdienten Babypause ist. 

    Aufgrund der Vorrausetzungen war es einfach- Streik oder  eben Tarifvertrag.

    Danke an dieser Stelle aber  noch einmal allen unseren  Mitgliedern für ihre Geduld. War keine einfache Zeit für sie.

    Redaktion: Die Anbindung an einen Flächentarifvertrag ist in der heutigen Zeit etwas nicht Selbstverständliches, da immer mehr Haustarifverträge entstehen. Gab es auch Überlegungen mit trans-o-flex über einen Haustarif zu verhandeln.

    David Merck: Nein. Haustarifverträge bedeuten in der Regel weniger Geld für die Beschäftigten und schlechtere Bedingungen.Zudem brauchen wir in Bayern in unserer Branche keinen tarifpolitischen Flickenteppich, sondern die Fortschreibung der Aufwertung unserer Arbeit.

    Klartext: Wir brauchen möglichst viele Firmen im Flächentarifvertrag, um diesen wirkungsvoll weiterentwickeln zu können.

    Redaktion: Gibt es schon neue tarifpolitische Projekte im Raum Mittelfranken?

    David Merck: Ja es gibt eine noch nicht tarifierte bundesweite Posttochter mit einer Betriebsstelle in Fürth und vielen Mitgliedern, die sich einen Tarifvertrag wünschen. Ich werde alles in meiner Macht stehende vor Ort hierzu tun, ihren Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen. Das Projekt hat für mich in 2017 tarifpolitisch oberste Priorität.